Auf dem Dam stehen der Königliche Palast und das Nationalmonument einander gegenüber. Der Platz entstand an einem Damm in der Amstel und entwickelte sich zum Zentrum von Handel und öffentlichem Leben. Erfahre mehr über seine Geschichte und die wichtigsten Bauwerke.
In diesem Leitfaden
Die Entstehung des Dam im 13. Jahrhundert
Die Geschichte des Dam-Platzes begann um 1270, als ein Damm die Siedlungen an beiden Ufern der Amstel verband. Er bot Schiffen einen geschützten Liegeplatz und half, den Wasserstand zu regulieren. Mit dem Wachstum der Stadt entwickelte sich hier ein Markt für Fisch, Getreide und andere Waren. Später wurde der Dam-Platz zum Verwaltungszentrum Amsterdams. In der Nähe des Wassers lagen unter anderem das Waaggebäude und das erste Rathaus.
Im 14. und 15. Jahrhundert wuchs der Dam mit der Stadt. Händler trafen sich hier, zugleich fanden öffentliche Bekanntmachungen und Gerichtsverhandlungen statt. Den heutigen Königlichen Palast gab es noch nicht; an seiner Stelle stand ein kleineres Rathaus. Der Platz hatte damals eine unregelmäßigere Form. Die Amstel und spätere Grachten prägten seine Entwicklung.
Tipp: Der erste Pfahl für das heutige Gebäude des Königlichen Palastes wurde 1648 in den Boden getrieben.



Architektur und 13.659 Fundamentpfähle
Der Königliche Palast ist eines der bedeutendsten weltlichen Bauwerke des niederländischen Goldenen Zeitalters. Jacob van Campen entwarf das ehemalige Rathaus im Stil des niederländischen Klassizismus. Symmetrie, Säulen und Marmor sollten Ordnung und Macht ausdrücken. Weil Amsterdam auf weichem Boden gebaut ist, steht der Palast auf 13.659 Holzpfählen.
Die Fassade des Königlichen Palastes besteht vor allem aus Bentheimer Sandstein, der im Lauf der Zeit dunkler geworden ist. Die Giebelfelder zeigen Bildhauerarbeiten, die auf die Bedeutung des Handels für Amsterdam verweisen. Trotz seiner Größe fügt sich der Palast mit seiner symmetrischen Gestaltung in das Bild des Dam ein.
Tipp: Der Königliche Palast steht am Dam 1, 1012 JS Amsterdam.
Königlicher Palast am Dam
Das Nationalmonument von 1956 und das Gedenken
Gegenüber dem Palast steht auf dem Dam das Nationalmonument. Der von J.J.P. Oud entworfene, 1956 enthüllte Obelisk erinnert an die Opfer des Zweiten Weltkriegs und späterer Konflikte. Skulpturen von John Rädecker greifen Themen wie Widerstand und Frieden auf. Jedes Jahr am 4. Mai findet auf dem Dam die nationale Gedenkfeier statt.
Das Nationalmonument besteht aus hellem Travertin. In der gebogenen Mauer hinter dem Obelisken befinden sich Urnen mit Erde aus niederländischen Regionen und dem damaligen Niederländisch-Ostindien. In den 1960er- und 1970er-Jahren wurde der Dam auch ein Treffpunkt für junge Menschen und Demonstranten. Bis heute ist der Platz ein Ort des Gedenkens und öffentlicher Meinungsäußerung.
Tipp: Königin Juliana enthüllte das Nationalmonument am Dam 1956.
(Der Artikel wird nach diesem Block fortgesetzt)

Fünf Museen in Amsterdam

1. Anne-Frank-Haus
Das Anne-Frank-Haus bewahrt das Hinterhaus, in dem Anne Frank und sieben weitere Menschen während des Zweiten Weltkriegs versteckt lebten. Die Ausstellung vermittelt ihre Geschichte und den Hintergrund ihres Tagebuchs.

2. Van Gogh Museum
Im Van Gogh Museum siehst du Gemälde, Zeichnungen und Briefe von Vincent van Gogh. Die Sammlung zeigt die Entwicklung des Künstlers und sein Leben.

3. Stedelijk Museum
Das Stedelijk Museum Amsterdam zeigt moderne und zeitgenössische Kunst sowie Design, darunter Werke von Mondrian und anderen prägenden Künstlern.

4. Rijksmuseum
Das Rijksmuseum zeigt Kunst und Geschichte der Niederlande. Zu den bekanntesten Werken gehören Rembrandts Die Nachtwache und Gemälde von Vermeer.

5. Moco Museum
Das Moco Museum zeigt moderne und zeitgenössische Kunst von Künstlern wie Banksy, Basquiat und Kusama sowie Street-Art, Pop-Art und digitale Werke.
Im Inneren: Bürgerzaal und Atlas-Statue
Die Burgerzaal, der Bürgersaal, ist der eindrucksvollste Raum des Königlichen Palastes. In den Marmorboden sind Karten der beiden Erdhalbkugeln eingelassen. Sie spiegeln das Weltbild des 17. Jahrhunderts und Amsterdams damalige Handelsmacht wider. Durch hohe Fenster fällt Licht auf Skulpturen und Gemälde. Als das Gebäude noch Rathaus war, war die Burgerzaal ein öffentlicher Raum für die Bürger der Stadt Amsterdam.
In der Burgerzaal trägt eine Atlas-Statue die Weltkugel auf den Schultern. Auch andere Räume des Königlichen Palastes erzählen von seiner Vergangenheit als Rathaus: In der Schepenzaal wurden Rechtsfälle verhandelt. Gemälde von Ferdinand Bol und Govert Flinck schmücken weitere Säle. Marmor, Kamine und Leuchter zeigen den Reichtum Amsterdams im 17. Jahrhundert und die historische Bedeutung des Dam.





Vom Rathaus zum Königlichen Palast: der Wandel ab 1808
1808 änderte sich die Nutzung des Gebäudes am Dam. Louis Bonaparte, Napoleons Bruder und König von Holland, machte aus dem Rathaus eine königliche Residenz. Die Stadtverwaltung zog daraufhin in den Prinsenhof. Mit Louis Bonaparte kamen Möbel im Empirestil in den Königlichen Palast; viele davon sind bis heute erhalten.
Der Wandel vom Rathaus zum Königlichen Palast stieß bei vielen Amsterdamern zunächst auf Widerstand. Nach der napoleonischen Zeit wechselte das Gebäude erneut die Zuständigkeit. Heute steht es dem niederländischen Monarchen für Staatsempfänge, offizielle Besuche und andere Anlässe zur Verfügung. Der König wohnt hier nicht dauerhaft. Die doppelte Geschichte als Rathaus und Palast macht das Gebäude am Dam besonders.

Der Dam in Amsterdam: Königlicher Palast und Nationalmonument
Auf dem Dam stehen der Königliche Palast und das Nationalmonument einander gegenüber. Der Platz entstand an einem Damm in der Amstel und entwickelte sich zum Zentrum von Handel und öffentlichem Leben. Erfahre mehr über seine Geschichte und die wichtigsten Bauwerke.
Öffentliche Veranstaltungen und die heutige Bedeutung
Der Dam ist bis heute Schauplatz nationaler Gedenkfeiern und öffentlicher Veranstaltungen. Bei wichtigen Momenten des Königshauses treten Monarchen auf den Balkon des Königlichen Palastes und begrüßen die Menschen auf dem Platz. Durch seine zentrale Lage ist der Dam häufig auch in Nachrichtenbildern aus Amsterdam zu sehen.
Auf dem Dam finden immer wieder Märkte und Veranstaltungen statt. Zugleich muss der historische Platz geschützt werden. Die Stadt legt deshalb Regeln für Nutzung, Lärm und Sicherheit fest. Der Königliche Palast und das Nationalmonument erinnern daran, dass dieser belebte Ort auch eine wichtige geschichtliche Bedeutung hat.
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Praktische Informationen für deinen Besuch
Du kannst den Königlichen Palast besuchen, wenn keine offiziellen Veranstaltungen stattfinden. Prüfe vor deinem Ausflug zum Dam die aktuellen Öffnungszeiten auf der Website des Palastes. Ein Audioguide erklärt die Säle und Kunstwerke. Der Eingang liegt auf der Seite zur Nieuwe Kerk.
Beim Besuch des Königlichen Palastes gelten Sicherheitsregeln; erkundige dich vorab nach den aktuellen Vorgaben für Taschen und Fotos. Der Dam ist mit öffentlichen Verkehrsmitteln gut erreichbar und ein geeigneter Ausgangspunkt für einen Spaziergang durch das historische Zentrum.
Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Wohnt der König im Palast am Dam?
Nein. Der niederländische König wohnt im Paleis Huis ten Bosch in Den Haag. Der Königliche Palast am Dam wird unter anderem für Staatsempfänge und offizielle Anlässe genutzt.
Kann man auf das Nationalmonument steigen?
Nein. Das Nationalmonument ist ein Denkmal und keine Aussichtsplattform. Die Stufen am Fuß des Monuments werden jedoch oft als Sitzplatz genutzt.
Wie viele Pfähle tragen den Königlichen Palast?
Der Königliche Palast steht auf 13.659 hölzernen Fundamentpfählen. Das zeigt, wie aufwendig der Bau auf Amsterdams weichem Boden war.
Welches Gebäude steht neben dem Königlichen Palast?
Direkt neben dem Königlichen Palast am Dam steht die Nieuwe Kerk. Die Kirche aus dem 15. Jahrhundert wird heute unter anderem für Ausstellungen und königliche Zeremonien genutzt.

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